Mein Sohn hat mir mit einer Herzmassage das Leben gerettet

Es war im Juni 2011, als ich mitten im Schlaf einen Herzstillstand erlitt. Glücklicherweise wachte meine Frau zu diesem Zeitpunkt auf, weil ich angeblich ein ungewöhnliches, gurgelndes Geräusch von mir gegeben hatte. Sie schaute zu mir rüber und erschrak riesig, weil meine Gesichtsfarbe schon ganz dunkelblau war. Sie merkte auch sogleich, dass ich nicht mehr atmete.

Sie reagierte unverzüglich, riss meinen Sohn aus dem Schlaf und sagte ihm, dass ich wohl einen Herzstillstand erlitten hätte. Während meine Frau die Ambulanz anrief, begann mein Sohn sofort mit der Herzmassage. Glücklicherweise hatte er kurz zuvor einen Nothelferkurs besucht und dort erlernt, wie eine Herzmassage richtig durchgeführt wird. Er hörte mit der Herzmassage erst auf, als einige Minuten später die Rettungssanitäter eintrafen. Diese setzten sogleich den Defibrillator ein, um mein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Neun Mal mussten sie meinem Herz einen Stromstoss abgeben, bis dieses endlich wieder zu schlagen begann. Ich wurde ins Spital gebracht, wo sich sogleich die Herzspezialisten um mich kümmerten.

Ungewöhnlich früh, nämlich nach sechs Tagen durfte ich das Spital wieder verlassen. Drei Wochen nach dem Herzstillstand durfte ich wieder meine Arbeit aufnehmen. Später habe ich sogar noch einen Weiterbildungskurs absolviert und erfolgreich bestanden.

Dass ich heute noch lebe und unter keinen gesundheitlichen oder geistigen Einschränkungen oder Problemen leide, verdanke ich meiner Familie. Hätte mein Sohn nicht gelernt, wie man eine Herzmassage durchführt, gäbe es mich wohl heute nicht mehr.

Daniel Bugnon